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7 Dinge, die der Mittelstand von Startups lernen kann

Nikolai Shulgin
28. Oktober 2014
Zuletzt aktualisiert: 20. Dezember 2018
Die von vielen belächelte Startup-Szene ist gerade dabei, die deutsche Wirtschaft stark zu verändern. Die jungen Tech-Unternehmen mischen die Wirtschaft auf: Sie nutzen die Chancen und setzen dabei auf schnelle Kommunikation, kurze Entscheidungswege, dezentrales Arbeiten und nicht zuletzt auf sehr viel Spaß an der Arbeit.

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Nicht zuletzt deswegen investiert der Mittelstand in zukunftsweisende Neugründungen. Spannend ist jedoch, wie sich dieser Konkurrenzkampf auf die Arbeitsweise mittelständischer Unternehmen selbst auswirkt. Wir stellen 7 Dinge vor, die dafür interessant sein könnten:

1. „Startup-Spirit“
Junge Innovationsunternehmen sind von einer gemeinsamen Vision angetrieben, extrem produktorientiert und gehen hohe, innovationsfördernde Risiken ein. Die Hierarchie ist meist flach, man spielt in den flexibel gehaltenen Arbeitszeiten Tischkicker zum Brainstormen und arbeitet mit dem MacBook bequem auf dem Sofa - echter Wohlfühlcharakter, der Raum für Ideen bietet. Startups schaffen es, eine starke gemeinsame Identität zu entwickeln, die jeder einzelne Mitarbeiter prägen kann.

2. Innovationsprozesse
Innovation ist in den Genen jedes Startups verankert. Produkte werden schnell entwickelt, am Markt nach „learning by doing“-Prinzip ausprobiert und mit solidem Kundenaustausch wieder weiterentwickelt. Fehlentwicklungen lassen sich so schnell stoppen und die Idee entwickelt sich langsam zu einem absolut auf Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Produkt.

3. Ressourcen
Startups sind in aller Regel auf Wagniskapital angewiesen. Der chronische Ressourcenmangel ist aber nicht unbedingt immer ein Fluch. Denn so halten sich Strukturen automatisch schlank, und wo ein Wille zur Kosteneffizienz ist, ist auch ein Weg. Das schafft Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit.

4. Mitarbeitersuche
Startups haben neue Wege gefunden, geeignetes Personal zu finden. Sei es „Social Recruiting“ oder mit sog. „Pitches“. Bewerber werden nur sehr bedingt nach Abiturnote und Studienabschluss bewertet, sondern vielmehr nach Kreativität, Gründungs- bzw. Auslandserfahrungen oder ihrer Präsenz in sozialen Medien. Der Schwerpunkt hat sich hier also von Hard-Skills zu Soft-Skills verlagert. Hintergrund dieser neuen Strategie ist, dass man sich durch diese Kriterien höhere Innovationsfähigkeit verspricht.

5. Kundenansprache
Während der deutsche Mittelständler hauptsächlich im seinesgleichen B2B-Segment agiert, sprechen Startups oft junge, innovative Zielgruppe an. Was im Mittelstand oft vergessen wird: Der Gegenüber ich ein Mensch - egal, ob er Sakko oder Hoodie trägt. Und dieser Gegenüber entscheidet letztendlich emotional, egal wie rational denkend er auf den ersten Blick aussieht.

6. Dezentrales Arbeiten
Sogenannte „Distributed Companies“ wie GithHub, Mozilla und MySQL machen es vor: Ihre Mitarbeiter arbeiten ohne Büro- und Arbeitszeitbindung über Kontinente verteilt. Unternehmen wie diese haben es geschafft, eine Kommunikations-Infrastruktur zu schaffen, die es Menschen ermöglich, von jedem Ort der Welt aus und zu jeder beliebigen Zeit höchst flexibel zu arbeiten.

7. IT-Infrastruktur
Startups bedienen sich aller verfügbaren, intelligenten IT-Tools, um ihre Abläufe zu automatisieren und damit kosteneffizient zu gestalten. Während viele Startups hippe Online-Tools wie Slack, Basecamp, Dropbox oder Bitrix24 für die Kommunikation und Zusammenarbeit nutzen, sehen viele Arbeitstools außerhalb der Tech-Szene etwas muffig aus. Der Spaß an der täglichen Arbeit bleibt auf der Strecke. Viele Mittelständler verschwenden immer noch Zeit mit Windows XP und SAP, während Startups auf schlanke Cloud-Lösungen setzen, die keiner Horde von IT-Administratoren bedürfen.

Und wie ist Eure Meinung? Was können Startups besonders gut, was die Mittelständler nicht können?
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