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Social Enterprise Trends 2014. Teil 2 mit Dirk Hellmuth, Rene Sternberg und Dr. Carsten Rose

Nikolai Shulgin
16. Januar 2014
Zuletzt aktualisiert: 20. Dezember 2018
Here we go, der zweite Teil unserer Experten-„Umfrage“ ist raus (Den ersten Teil mit Frank Hamm, Andreas Schulze-Kopp und Björn Negelmann finden Sie hier).

Die Frage ist immer noch die gleiche:

Was denken Sie über die Entwicklung des Themas "Social Enterprise" in 2014. Bleibt es lediglich ein Medienhype 2013 oder wird es zu einem nachhaltigen Trend, der auch in diesem Jahr und darüber hinaus die Unternehmens-interne Kommunikationen bestimmen wird?
Dirk Hellmuth, Social Enterprise Berater und Co-Founder bei beyond Email GmbH

"Der Trend, dass die aus dem Web2.0 stammenden Formen der direkten und transparenten Kommunikation und Zusammenarbeit über Microblogs, Wiki's usw. in den Unternehmen Einzug halten, wird langsam, aber stetig sich verstärken. Zum einen, weil die technologischen Hürden durch Cloud-Services bzw. die Integration in Unternehmens-Portalsoftware die Werkzeuge einfach und schnell verfügbar macht. Zum anderen ist jedes Unternehmen ja ständig gefordert, seine Abläufe zu optimieren. Die neuen "2.0"-Formen der Zusammenarbeit eröffnen ein sehr großes Potential für Optimierungen, sowohl klassisch in Bezug auf Effizienz, aber auch in Blick auf die Qualität von Prozess-Ergebnissen, die durch einen direkten offenen Austausch und breite Mitwirkung nachweislich profitieren. Der Trend selbst hatte jetzt schon einige Namen, wie Enterprise 2.0, Social Business, Social Collaboration, Social Enterprise - und vielleich ist es sogar gut, wenn der Begriff Social Enterprise ein Hype-Begriff war und zuukünftig weniger verwendet wird, denn er klingt sehr groß und mächtig und schreckt Entscheider eher ab - womit sie sich die Chance nehmen, in kleinen Schritten den Weg zu den Potentialen der "2.0"-Zusammenarbeit zu gehen."

René Sternberg, Organisationssoziologe und Enterprise 2.0-Experte. Herr Sternberg bloggt über Social Enterprise-Themen unter http://www.ezweinull.de/.

"2014 wird in mehrfacher Hinsicht für den Bereich „Social Enterprise“ interessant werden. Erstens wird es immer mehr erfolgreiche Umsetzungen von Enterprise 2.0-Projekten geben. Zweitens setzt sich die Erkenntnis durch, dass die technische Implementation das kleinste Problem bei der Nutzung von „Social Enterprise“ ist. Denn es ist drittens viel schwieriger, einerseits zu entscheiden, welche Plattform oder welche Anwendung zu einem Unternehmen passt, und andererseits die Mitarbeiter zu motivieren, die neuen Möglichkeiten sinnvoll auszuschöpfen. Ich erwarte besonders beim Problem der Auswahl und der konkreten Anwendung viele Anstrengungen, damit deutlich mehr Enterprise 2.0-Projekte erfolgreich verlaufen."

Dr. Carsten Rose, Guerilla Enterprise 2.0 Evangelist (http://about.me/carstenrose). Herr Rose arbeitet bei in der Unternehmensplanung bei ThyssenKrupp Steel Europe AG.

"Beim Thema "Social Enterprise" handelt es sich m.E. keineswegs um einen Hype - nein, es wird uns vielmehr in der nächsten Zukunft dauerhaft begleiten. Allerdings sehe ich noch nicht, dass es die interne Kommunikation bestimmt. Dafür sind die klassische "Top-Down-Kommunikation" und das "Arbeiten" per E-Mail noch zu weit verbreitet und zu stark akzeptiert. Viele Unternehmen sind da im Außenverhältnis (Stichwort "Social Media") schon deutlich weiter. Der fürs "Social Enterprise" notwendige interne Öffnungsprozess setzt nach meiner Wahrnehmung - abgesehen von einigen prominenten "Leuchttürmen" - nur langsam ein. Wir werden also noch sehr viel Geduld haben und entsprechend Energie investieren müssen, bis wir die wünschenswerte Durchdringung erreicht haben werden, um von einem Trend sprechen zu können. Die guten, weil erfolgreichen Beispiele (z.B. Continental, BASF, Robert Bosch, ...) können und müssen uns bei der Überzeugungsarbeit, die weiterhin zu leisten ist, helfen."

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