Bitrix24: Blogs & News
  • Alexei Davidovich 30. Januar 2017
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Bitrix24 Nutzer,

    wenn Sie eines Tages vor der Wahl stehen würden, Bitrix24 im Auge habend und genau wissend, das ist die richtige Software für Sie, jedoch neulich in Erfahrung gebracht, dass es eigentlich zwei Versionen von Bitrix24 gibt - die eine in der Cloud und die andere auf eigenem Server, - und gerade deshalb nicht ganz verstehend, welche der beiden Ihnen passt, wenn sich also in einem solchen geistigen Zustand befindend, würden Sie eine Hilfe benötigen, kommt sie hoffentlich mit diesem Blogbeitrag.

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    Ja, Bitrix24 gibt es als Cloud und als On-Premise (Synonyme dazu: Self-Hosted, Selbst gehostet usw.), und wenn die Software einem gut gefällt, was immer wieder passieren kann, steht man vor der Wahl und überlegt sich, welche Version welche Vorteile mit sich bringt – und welche „Risiken“. Rein visuell ist der Unterschied zuerst auch kaum zu merken:

    Zentraler Activity Stream in der Cloud

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    und in der On-Premise Version:


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    Um eine Entscheidung treffen zu können, braucht man entweder Zeit zum Testen oder einen guten Rat. Denn man kann einerseits stundenlang („wochenlag“ darf ich nicht schreiben – Selbstzensur!) an beiden Version herumexperimentieren und irgendwann zu irgendeinem Schluss kommen, andererseits kann man sich zunächst diese Tabelle anschauen – ich habe hier einige Fakten hineingepackt:



    Was/Wo:

    Bitrix24 Cloud

    Bitrix24 On-Premise

    Funktionsumfang

    war früher wesentlich bescheidener als in der On-Premise Version. Jetzt ist der Tarif Professional genug mit Funktionen gespickt, aber einiges gibt es immer noch nur in der On-Premise, siehe da ->

    Folgende Funktionalitäten gibt es nur hier: E-Learning, Ideenmanagement, Helpdesk; viele Funktionen aus der Rubrik „Über uns“ sind auch nur hier verfügbar.

    Nutzerzahl

    Ab dem Tarif Standard gibt es kein Limit für die Nutzerzahl. Ob man so viel auch braucht, ist eine andere Frage.

    25 Nutzer sind in jeder Editionen inkl.; alles, was darüber hinaus geht, kostet extra.

    Verwaltungs-
    möglichkeiten

    Die gibt es inzwischen auch in der Cloud: Ein paar Einstellungen bez. Dokumentenverwaltung oder Kommunikation im Stream sind möglich, einzelne Services (etwa CRM) können gezielt deaktiviert werden – ist aber auch schon alles.

    Ein Control Panel direkt im Frontend und ein eigenes Backend machen praktisch alles möglich: es ist ein eigenes Content-Management-System, und zwar auf dem Portal. Im Backend kann man Module deaktivieren, Performance testen, Backup einstellen usw.

    Installation/
    Implementierung

    Die Cloud muss nicht installiert werden, das ist das Gute daran. Implementierung läuft einfach - dank der Orientierung an Social Networking (und wenn man dabei nicht unter Zeitdruck steht).

    Muss installiert werden, hierfür gibt es auch Dokumentation, muss ordentlich konfiguriert werden. Bestimmte Anforderungen an Server (abhängig von Zielen) und auch an Umgebung (Bitrix VA wäre zu empfehlen).

    Wartung

    Überhaupt nicht erforderlich.

    Erforderlich.

    Anpassung

    Nur bedingt möglich.

    Die Software wird mit dem offenen Quellcode ausgeliefert, d.h. Anpassung ist in vieler Hinsicht möglich.

    Integration

    Verschiedene Integrationsmöglichkeiten: intern (Import/Export von Daten oder via REST API) oder extern (über Apps der Dritt-Anbieter im Marketplace)

    Verschiedene Integrationsmöglichkeiten: Import/Export von Daten, API, eigens programmierte Module. Integration mit AD und Exchange.

    Sicherheit

    Unsere Cloud ist sicher, dessen sind wir uns sicher. Will man aber unbedingt auf Nummer sicher gehen, dann ->

    Die Sicherheit hier wird ausschließlich von Ihrem Server bestimmt. Die Software kann auch völlig abgekapselt betrieben werden – wenn man das so will.

    Updates

    Cloud-Version bekommt Updates, ob die Nutzer dies wollen oder nicht. Dass die Benutzeroberfläche von heute auf morgen ganz anders aussieht, ruft bei manchen Nutzern zumindest Verblüffung hervor. Ist und bleibt aber so.

    On-Premise Version bekommt Updates später. Jedes Update verfügt über eine Beschreibung, die vor der Installation auch angezeigt werden kann. Auf Updates kann man grundsätzlich verzichten – das ist zwar nicht sehr vernünftig, aber durchaus möglich.

    Fazit

    Kommt etwas weiter unten

    Auf diesen Screenshots möchte ich die wesentlichen Unterschiede noch etwas mehr verdeutlichen.

    Hier ist das Control Panel, welches sich direkt im Frontend befindet und viele Tools zum Content Management anbietet:

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    Das ist der administrative Bereich mit einigen verfügbaren Widgets und verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten (nur in der On-Premise Version):

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    Neben diesen Tools, mit denen Sie das System konfigurieren und verwalten können, gibt es auch einige Moduls, die nur in der On-Premise Version verfügbar sind. Zum Beispiel:

    Modul E-Learning, eine Art internes Schulungszentrum, mit der Möglichkeit, neue Kurse hinzuzufügen und bestehende Kurse zu aktualisieren (nur in der On-Premise Version):

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    Modul HelpDesk ermöglicht es, Online-Anfragen (Tickets) zu erstellen und zu bearbeiten (nur in der On-Premise Version):

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    Jedes Modul, das es nur in der On-Premise Version gibt, ist zwar an sich ein zusätzlicher Wert, jedoch sind die Kernfunktionalitäten, die „Features“, die Bitrix24 ausmachen und es von anderen Systemen oft prinzipiell unterscheiden, in der Cloud und in der On-Premise Version gleich. So kommt zunächst ein Zweifel auf, ob es nicht einfacher wäre, in der Cloud zu bleiben: Funktionen da, Nutzer da, unbegrenzte Nutzer – auch da, obwohl ab dem Tarif Standard, und dazu auch noch keine Kopfschmerzen wegen Server & Co., wovon man eh nicht viel versteht. Und jetzt im Ernst: die Cloud-Lösung, wenn man vom Gedanken absieht, es sei der Höhepunkt des Bösen, ist praktisch, ist einfach, erfordert weder Implementierung noch Wartung, und ist zudem auch günstig (oder scheint so auf den ersten Blick).

    Andererseits: möchten Sie die Software auf eigenem Server betreiben und sie auch anpassen können, brauchen Sie dazu unbedingt ein eigenes Content Management System (Inhalte hinzufügen und bearbeiten) und ein Backend mit all den Konfigurationstools (Informationsblöcke, Nutzerverwaltung, Moduleinstellungen, Datensicherung etc. – eine detaillierte Aufzählung dessen, was das Backend alles anbietet, wäre einem Manuskript gleich), dann sollten Sie nicht in den Wolken schweben, sondern festen Boden gewinnen, also anstatt Cloud Lösung eine On-Premise Version wählen.

    Zusammenfassung: Jede Version hat ihre eigenen Stärken, von denen Sie profitieren können, wenn Sie sich über Ihre eigenen Ziele im Klaren sind. Diese Stärken finden Sie in der Tabelle (siehe oben), und im Übrigen gilt: anschauen – testen – entscheiden.
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