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  • Lilit Schoo 27. März 2017
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    Björn Erkens interviewt in seinem Startuperfolg Podcast erfolgreiche Gründer zu Ihren Gründerstorys, Fehlern, Sales- und Marketingstrategien.

    Mit fast 50 Interviews und 1000 Hörern pro Folge ist der kostenlose Podcast jedem Gründer und dem, der es mal werden möchte, ans Herz gelegt. Der Podcast kann kostenlos auf /react-text www.startuperfolg.com react-text: 785 , direkt bei iTunes ( /react-text react-text: 787 ) oder bei Soundcloud ( /react-text react-text: 789 ) gehört werden.

    Hier ist das Interview mit Herrn Erkens:

    Fehler gehören zum Startup-Alltag dazu, welche Fehler werden am meisten gemacht?

    Sehr früh, wenn man als potenzieller Startup-Gründer eine Idee hat, ist einer der größten Fehler nicht von dieser Idee zu erzählen, weil man Angst hat, dass diese einem geklaut wird. Doch hier gilt – deine Idee wird niemals total einzigartig sein, die Umsetzung ist das A und O. Ideen sollten immer sehr zeitnah mit den potenziellen Kunden evaluiert werden. Das typische Vorgehen sollte hier sein, sehr schnell einen kleinen Prototyp zu entwickeln (das kann auch ruhig eine Powerpoint Präsentation sein) und diese so vielen Menschen wie möglich zu zeigen. Mit dem Feedback sollte diese Idee immer weiterentwickelt werden.

    Ein weiterer Fehler ist, nicht in einem interdisziplinär aufgestellten Team zu gründen. Ein Top Team, bestehend aus Techniker (CTO) und Kaufmann/Vertriebler (CEO), ist immer besser als ein reines Team aus Technikern, die nicht verkaufen können und die Zahlen nicht im Griff haben oder ein Team von Kaufleuten, die nichts von Technik verstehen.

    Fast immer werden auch die Themen Vertrieb und Marketing unterschätzt. Doch ohne Plan, wo der Umsatz herkommt, wird das Startup nicht erfolgreich sein. Das war auch der ausschlaggebende Grund für mich den Startuperfolg Podcast zu starten. In dem Podcast interviewe ich erfolgreiche Gründer zu Ihren Sales und Marketingstrategien, ein Thema, was fast allen Erstgründern Probleme bereitet.

    Erzählen Sie bitte über die Wege der Startup Finanzierung.

    Da Startups meist keine Bonität vorweisen können, fällt in frühen Phasen eine Bankenfinanzierung meist flach. Ambitionierte Startups, die ein skalierendes Geschäftsmodell haben, versuchen deshalb entweder aus eigenen Mitteln zu wachsen (Bootstrapping) oder eine Eigenkapitalfinanzierung über Venture Capital zu bekommen.

    In frühen Phasen sind dann meist Business Angel die ersten Investoren, die in Startups investieren. Dies sind vermögende Privatpersonen, die eigene Unternehmen gegründet und erfolgreich verkauft haben oder aus wohlhabenden Verhältnissen kommen. In Deutschland gibt es neben diesen Business Angeln auch staatliche Venture Capital Fonds, wie den High-Tech Gründerfonds (HTGF) oder andere staatliche Investoren, die in solchen frühen Phasen als Investoren, entweder alleine oder zusammen mit Business Angeln investieren.

    In späteren Phasen kommen dann größere Venture Capital Fonds mit ins Spiel, dies können dann auch ausländische Investoren sein. Diese werden dann meist angesprochen, wenn das Startup zu internationalisieren plant. In späteren Phasen kann dann natürlich auch wieder eine Bankenfinanzierung (Fremdkapital) interessant werden, weil das Startup zu dieser Zeit eine gewisse Bonität vorweisen kann.

    Welche Marketingtools können in der täglichen Arbeit des Startup Unternehmens unterstützen?

    Erstmal ist natürlich Google Analytics Pflicht, um zu wissen, was auf der eigenen Webseite passiert. Dann ist ein CRM System, meiner Meinung nach, ein absolutes Muss, auch in einer frühen Phase.

    Als Email-Marketing Tool beginne ich immer zunächst mit Mailchimp, weil hier bis zu 2000 Kontakte kostenlos sind. Die Marketing Tools von Sumo.com finde ich auch sehr gelungen, um Besucher auf der eigenen Webseite in Leads zu konvertieren.

    Meine Empfehlung hier: Verliert euch am Anfang nicht in Tools, sondern kommt schnell ins Tun. Guckt gerne bei mir auf der Startup Erfolg Webseite in die unterschiedlichen Interviews rein. Ich frage meine Gäste immer nach ihrem Tool Setup. Da könnt Ihr euch sicherlich eine Menge Zeit bei der Recherche sparen.

    Wo sollte man Ihrer Meinung nach ein Startup gründen: im eigenen Land oder im Ausland (weltweit)?

    Meiner Meinung nach, dort, wo man sein Netzwerk hat und wo es eine starke Startup- und Investorenszene gibt. In Deutschland sicherlich, in Städten wie Berlin, München, Hamburg. Aber es gibt ja auch immer wieder Erfolgsstories aus den Provinzen. Also einfach machen.

    Die Persönlichkeit der Menschen spielt für ein Startup Unternehmen eine große Rolle, wie sollte der Prozess der Einstellung der ersten Mitarbeiter sein?

    Die Mitarbeiter sind das Wichtigste für ein Unternehmen. Ich sollte wirklich nur die Besten einstellen, am besten die, die besser sind als ich selbst. Wichtig: Meine Mitarbeiter sollten die Vision des Unternehmens teilen und selbstständig arbeiten können. Natürlich ist es auch sehr wichtig, dass sich die neuen Mitarbeiter mit den bereits bestehenden verstehen. Um diese Gemeinsamkeiten sicherzustellen, achten Sport-Startups z.B. darauf, dass die eigenen Mitarbeiter auch Sportler sind. Ich kenne Startups aus dem Skate/Surf-Tech Bereich, die nur Mitarbeiter einstellen, die auch Surfer/Skater sind.

    Hier mein Appell: Stellt nur die Besten ein, die auch menschlich zu euch passen.

    Welche Bücher oder andere Informationsressourcen zu diesem Thema würden Sie unseren Lesern empfehlen?

    Ein Startup zu gründen ist hart. Die ungeschönte Wahrheit beschreibt Ben Horowitz in seinem Buch: The hard things about hard things

    Wenn ihr gerade im Prozess der Geldbeschaffung über Venture Capital seid, ist das Buch von Brad Feld und Jason Mendelson: Venture Deals: Be Smarter Than Your Lawyer and Venture Capitalist sehr gut, um sich in die Thematik einzuarbeiten.

    Zum Thema Sales im B2B Bereich soll das Buch The Challenger Sale von Matthew Dixon und Brent Adamson sehr gut sein. Habe ich aber noch nicht selbst gelesen.

    Vielen Dank für das Interview.
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