Winback im Contact Center beschreibt den strukturierten Prozess, bei dem Vertriebsteams verlorene Angebote und abgesprungene Interessenten gezielt über das Contact Center reaktivieren – mit CRM-Daten, Automatisierung und persönlichem Nachfassen. Das Konzept richtet sich an B2B-Unternehmen im DACH-Raum, die bestehende Kontaktdaten besser nutzen wollen, statt ausschließlich in die Neukundengewinnung zu investieren. Wer Winback im Contact Center konsequent umsetzt, kann verlorene Umsätze teilweise zurückholen und dabei die Abschlusszyklen verkürzen – weil der Kontakt das Produkt bereits kennt.
Ein typisches Szenario aus dem Vertriebsalltag: Das Marketing hat über Monate Leads generiert, der Vertrieb hat Angebote geschrieben – und trotzdem sind Dutzende Deals eingeschlafen. Die Gründe variieren: eine verzögerte Budgetfreigabe, ein interner Wechsel beim Ansprechpartner oder schlicht, der richtige Zeitpunkt wurde verpasst. All diese Kontakte liegen im CRM und kosten nichts. Trotzdem greifen viele Unternehmen lieber zum nächsten Influencer-Budget, statt die vorhandene Pipeline systematisch zu bearbeiten.
Genau hier setzt Winback im Contact Center an. Die folgenden sechs Taktiken zeigen, wie Sie verlorene Angebote in einem Zeitfenster von 14 Tagen zurückdrehen – mit einer Kombination aus Callback-Kampagnen, automatisierten Sequenzen und gezieltem Reporting.
Bevor ein einziger Anruf rausgeht, brauchen Sie Klarheit darüber, welche Kontakte sich lohnen. Nicht jedes verlorene Angebot hat das gleiche Rückgewinnungspotenzial – und ein 14-Tage-Fenster ist zu kurz, um wahllos zu telefonieren.
Die Priorisierung der Leads beginnt im CRM. Filtern Sie nach Deals, die in den letzten 90 bis 180 Tagen verloren gegangen sind, und bewerten Sie sie anhand konkreter Kriterien: Angebotshöhe, Anzahl der bisherigen Touchpoints, Grund für den Verlust und ob der Ansprechpartner noch im Unternehmen ist. CoPilot im CRM kann bei dieser Bewertung unterstützen, indem es vorhandene Daten zusammenfasst, relevante Informationen hervorhebt und dem Vertrieb hilft, verlorene Deals schneller und fundierter zu priorisieren.
Ein praktischer Ansatz: Teilen Sie Ihre verlorenen Angebote in drei Kategorien. Kategorie A umfasst Deals mit hohem Volumen und einem klar behebbaren Verlustgrund – etwa „Budget war nicht freigegeben“ oder „Timing passte nicht“. Kategorie B enthält mittelgroße Deals, bei denen der Kontakt zuletzt aktiv war. Kategorie C sind alle übrigen, die Sie nur bearbeiten, wenn in den ersten Tagen noch Kapazität übrig bleibt.
Ohne diese Vorarbeit bleibt jeder Winback im Contact Center ein Ratespiel. Mit einer sauberen Priorisierung dagegen konzentriert sich Ihr Team auf die Kontakte mit der höchsten Rückgewinnungswahrscheinlichkeit – und erzielt in kürzerer Zeit bessere Ergebnisse.
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Der persönliche Anruf bleibt im B2B-Geschäft einer der wirksamsten Kanäle für die Rückgewinnung von Kunden. Callback-Kampagnen bilden deshalb das Herzstück jeder Reaktivierungsstrategie im DACH-Markt – vorausgesetzt, sie sind gut vorbereitet.
Der häufigste Fehler bei solchen Kampagnen: Das Team ruft an, ohne den Kontext des vorherigen Angebots zu kennen. Das wirkt unprofessionell und verschwendet die knappe Aufmerksamkeit des Gegenübers. KI-gestützte Zusammenfassungen aus dem CRM schaffen hier Abhilfe. Vor jedem Anruf erhält der Agent eine kompakte Übersicht: Was wurde angeboten? Warum ging der Deal verloren? Welche Einwände gab es?
Die Gesprächsführung profitiert ebenfalls von KI-Assistenz. Statt starrer Skripte, die robotisch klingen, liefert das System Gesprächsanker – drei bis vier zentrale Punkte, die der Agent flexibel einsetzen kann. Das Ziel ist ein natürliches Gespräch, zugeschnitten auf den konkreten Fall. Ein Beispiel: „Herr Müller, wir hatten im September über die CRM-Einführung gesprochen. Damals war die Budgetfreigabe das Thema – hat sich da in der Zwischenzeit etwas getan?"
Planen Sie für die ersten drei Tage die A-Kontakte ein, danach die B-Kontakte. So nutzen Sie den Momentum-Effekt: Erste Erfolge motivieren das Team und bieten gleichzeitig Argumente für Folgegespräche mit ähnlichen Kunden.
Nicht jeden verlorenen Kontakt erreichen Sie beim ersten Anrufversuch. Parallele automatisierte Sequenzen über mehrere Kanäle stellen sicher, dass kein potenzieller Deal durch das Raster fällt.
Eine typische Sequenz für den Winback im Contact Center könnte so aussehen: Tag 1 – personalisierte E-Mail mit Bezug auf das alte Angebot. Tag 3 – erster Callback-Versuch. Tag 5 – zweite E-Mail mit einem konkreten Mehrwert, etwa einer Fallstudie oder einem neu verfügbaren Feature. Tag 8 – erneuter Anruf. Tag 12 – abschließende Nachricht mit einem zeitlich begrenzten Angebot.
Die Automatisierung übernimmt Auslösung und Taktung der einzelnen Schritte. Reagiert ein Kontakt auf eine E-Mail, wird der Callback automatisch vorgezogen. Öffnet er die Nachricht nicht, verschiebt ihn das System in einen anderen Sequenzzweig. Dieser Mechanismus reduziert den manuellen Aufwand und gewährleistet eine lückenlose Bearbeitung aller priorisierten Kontakte.
Für die Reaktivierung im DACH-Markt gilt eine klare Regel: Rein automatisierte Strecken ohne persönliche Ansprache scheitern im B2B-Umfeld regelmäßig. Die Kombination aus automatischer Taktung und menschlichem Kontakt macht den Unterschied zwischen einer ignorierten Massennachricht und einem wiederbelebten Geschäftsverhältnis.

Wenn verlorene Kontakte durch eine E-Mail-Sequenz auf Ihre Website zurückkehren, sollte dort kein generisches Erlebnis auf sie warten. Website-Widget-Angebote ermöglichen es, gezielt auf diese Besucher einzugehen und den Kontaktpunkt über den Anruf hinaus zu verlängern.
Das Prinzip: Sobald ein reaktivierter Kontakt Ihre Seite besucht, erkennt das System ihn anhand seiner CRM-Daten und blendet ein passendes Widget ein – etwa mit einem exklusiven Angebot, einem Terminbuchungstool oder einer Einladung zu einer Produktdemo. Statt eines beliebigen Pop-ups erhält der Besucher eine auf seine Situation zugeschnittene Ansprache.
Besonders wirksam wird diese Taktik in Kombination mit den Callback-Kampagnen. Stellen Sie sich vor: Sie telefonieren am Dienstag mit einem Kontakt, der Interesse zeigt, aber noch intern abstimmen muss. Am Mittwoch besucht er Ihre Website – und das Widget zeigt ihm ein kurzes Video mit den drei wichtigsten Vorteilen Ihrer Lösung plus einen direkten Buchungslink für ein Folgegespräch. Der Übergang vom Telefonat zur digitalen Nachfassaktion verläuft nahtlos.
Die Umsatzrückgewinnung über Website-Widgets hängt davon ab, wie präzise die Angebote auf den jeweiligen Kontakt zugeschnitten sind. Einheitliche Banner ohne Kontextbezug verpuffen. Erst die Verknüpfung von Contact Center, CRM und Website-Tracking macht aus einem Seitenbesuch eine echte Vertriebschance.
Ohne Messung kein Management - das gilt für den Winback im Contact Center ganz besonders.Sales Analytics liefert die Datenbasis, um den gesamten Rückgewinnungsprozess transparent zu steuern.
Die wichtigsten Kennzahlen in einem 14-Tage-Winback-Zyklus: Kontaktquote (wie viele der priorisierten Kontakte wurden erreicht?), Reaktivierungsquote (wie viele haben ein Folgegespräch vereinbart?), Conversion Rate (wie viele Deals wurden wieder geöffnet oder abgeschlossen?) und die durchschnittliche Zykluszeit vom Erstkontakt bis zum erneuten Abschluss.
Dashboards, die diese Werte übersichtlich darstellen, helfen bei der täglichen Steuerung. Liegt die Kontaktquote bei den B-Kontakten deutlich niedriger als bei den A-Kontakten, verschieben Sie Ressourcen. Zeigt die Analyse, dass E-Mails an bestimmten Wochentagen besser geöffnet werden, passen Sie die automatisierten Sequenzen entsprechend an. Stellt sich heraus, dass ein bestimmter Verlustgrund besonders gut auf Callbacks reagiert, fokussieren Sie das Team auf dieses Segment.
Der Unterschied zwischen einem einmaligen Sprint und einem wiederholbaren Prozess liegt genau hier: Wer die Ergebnisse sauber dokumentiert, startet den nächsten Durchlauf schneller und verfeinert die Taktiken gezielt. Die Abschlusszyklen verkürzen sich von Runde zu Runde, weil das Team aus den eigenen Daten lernt.

Erfolgreiche Rückgewinnungskampagnen beschränken sich nicht auf einen einzigen Kanal. Telefon, E-Mail, Website, Social Selling und Live-Chat – all diese Touchpoints laufen idealerweise über ein zentrales Contact Center zusammen, das dem Vertrieb eine einheitliche Sicht auf jeden Kontakt gibt.
Ein Kontakt, der auf eine E-Mail nicht reagiert, antwortet vielleicht auf eine LinkedIn-Nachricht. Ein anderer bevorzugt den Live-Chat auf Ihrer Website. Wenn alle Kanäle im selben System laufen und die Interaktionshistorie zentral sichtbar ist, vermeiden Sie doppelte Ansprache und können die Kommunikation nahtlos fortsetzen. Das Mobile CRM ermöglicht dem Außendienst, auch unterwegs auf die Kontakthistorie zuzugreifen und Folgemaßnahmen direkt einzuleiten.
Gerade für die Reaktivierung von Kontakten im DACH-Mittelstand ist der Multi-Channel-Ansatz besonders relevant: Die Erreichbarkeit von Entscheidern variiert stark zwischen den Kanälen. Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen sind telefonisch oft schwer zu greifen, reagieren aber auf eine gut formulierte Nachricht über ein berufliches Netzwerk oder über einen Website-Chat.
Winback im Contact Center entfaltet seine volle Wirkung erst, wenn alle Kanäle synchronisiert arbeiten. Isolierte Maßnahmen – ein einzelner Anruf hier, eine E-Mail dort – erzielen selten die gewünschte Wirkung. Der koordinierte Ansatz über ein zentrales System bringt die Ergebnisse.
Winback im Contact Center funktioniert nicht in jedem Szenario gleich gut. Bei Kontakten, die aus grundsätzlichen Gründen abgesprungen sind – etwa weil Ihr Produkt eine Kernfunktion nicht abdeckt –, bringt auch der beste Callback wenig. Schwierig wird es auch bei Unternehmen, die bereits einen Vertrag mit einem Wettbewerber laufen haben. Und bei komplexen Enterprise-Zyklen mit mehreren Entscheidungsebenen reicht ein 14-Tage-Fenster oft nicht aus – hier sind längere Reaktivierungsstrecken nötig.
Am besten geeignet sind diese Taktiken für den DACH-Mittelstand mit Dealgrößen im vier- bis fünfstelligen Bereich, bei dem der Entscheidungsprozess überschaubar bleibt und der Verlustgrund behebbar war. Für Unternehmen mit sehr kurzen Verkaufszyklen oder reinem Transaktionsgeschäft sind andere Mechanismen sinnvoller – etwa automatisierte Warenkorberinnerungen über denOnlineshop.
Bitrix24 bringt die Instrumente mit, die Sie für eine systematische Rückgewinnung brauchen - gebündelt in einer Plattform. Das Contact Center vereint Telefonie, E-Mail, Live-Chat und Social-Media-Nachrichten in einem Interface und ermöglicht damit eine echte Omnichannel-Kommunikation, bei der alle Interaktionen kanalübergreifend zusammenlaufen. Jeder Kontakt wird automatisch im CRM dokumentiert, sodass kein Gesprächsfaden verloren geht und das Vertriebsteam jederzeit den vollständigen Kontext vor Augen hat.
Mit der Automatisierung lassen sich Reaktivierungssequenzen aufsetzen, die E-Mails, Aufgaben und Callbacks in der richtigen Reihenfolge auslösen. Analytics und Berichte zeigen den Fortschritt des Winback-Sprints in Echtzeit. CoPilot unterstützt bei der Kontaktbewertung und bei der Vorbereitung von Gesprächszusammenfassungen. Und über den Onlineshop lassen sich bei Bedarf spezielle Angebotspakete für reaktivierte Kontakte bereitstellen. Durch integrierte Workflows, Aufgabenmanagement und ein zentrales Aktivitätsprotokoll wird jede Winback-Aktion nachvollziehbar, priorisierbar und messbar.
Alle relevanten Kanäle greifen dabei nahtlos ineinander: Vom ersten Website-Chat über E-Mails bis zum persönlichen Telefonat kann das Vertriebsteam flexibel wechseln, ohne Informationen zu verlieren oder Kontakte doppelt anzusprechen. Diese durchgängige Sicht auf den Kunden macht Reaktivierung schneller, persönlicher und deutlich effizienter.
Wer verlorene Angebote nicht länger brachliegen lassen will, findet in Bitrix24 eine Lösung, die Contact Center, CRM und Sales Analytics unter einer Oberfläche vereint und den gesamten Rückgewinnungsprozess von der Priorisierung bis zum Abschluss durchgängig unterstützt. Registrieren Sie sich bei Bitrix24 und starten Sie Ihren ersten Winback-Sprint.
Mit Bitrix24 gestalten Sie Ihre Winback-Strategie effektiv und nutzerfreundlich. Nutzen Sie Multichannel-Ansätze, Automation und gezielte Berichte, um Ihre Conversion-Rate zu steigern.
Jetzt startenWinback im Contact Center funktioniert ohne Influencer-Budget, indem vorhandene Ressourcen genutzt werden. Ihr CRM enthält bereits die Kontaktdaten verlorener Deals. Statt in die Neukundengewinnung über Influencer zu investieren, setzen Sie das Contact-Center-Team gezielt auf die Reaktivierung dieser Kontakte an. Die Kosten beschränken sich auf Personalzeit und die eingesetzte Software – das macht diesen Ansatz besonders kosteneffizient.
Beim Winback im Contact Center sollten Sie zuerst Kontakte mit hoher Angebotssumme und behebbarem Verlustgrund priorisieren – etwa fehlende Budgetfreigabe oder ungünstiges Timing. Deals, die an grundsätzlichen Produktlücken gescheitert sind, stehen weiter hinten. Die Aktualität spielt ebenfalls eine Rolle: Angebote, die innerhalb der letzten drei bis sechs Monate verloren gingen, reagieren in der Regel deutlich besser als ältere Kontakte.
Automationen beschleunigen den Winback im Contact Center auf mehreren Ebenen: E-Mail-Sequenzen werden zeitgesteuert ausgelöst, Callbacks werden automatisch geplant, und bei einer Reaktion des Kontakts passt das System die Folgeaktionen dynamisch an. Statusänderungen im CRM können weitere Workflows auslösen – etwa eine Benachrichtigung an den zuständigen Vertriebsmitarbeiter oder die Erstellung einer Aufgabe für ein Folgegespräch.
Den Erfolg beim Winback im Contact Center messen Sie über Kennzahlen wie Kontaktquote, Reaktivierungsquote, Conversion Rate und durchschnittliche Zykluszeit. CRM-Dashboards machen diese Werte in Echtzeit sichtbar. Rückgewonnener Umsatz sollte separat vom Neugeschäft ausgewiesen werden, damit der tatsächliche Beitrag des Winback-Programms transparent bleibt und nicht mit der regulären Vertriebsleistung vermischt wird.
Angebotsstrukturen für verlorene Kontakte funktionieren am besten, wenn sie Mehrwert statt Preisnachlass bieten. Beispiele sind ein erweiterter Testzeitraum, kostenlose Onboarding-Unterstützung oder die zeitlich begrenzte Aufnahme eines zusätzlichen Moduls. Reine Rabatte können den wahrgenommenen Produktwert senken und Erwartungen für zukünftige Verhandlungen schaffen – wertbasierte Angebote sind deshalb die bessere Wahl für nachhaltige Rückgewinnung.
KI-gestützte Callbacks wirken natürlich, wenn die KI nur als Vorbereitung dient und nicht als Skript. Der Agent erhält vor dem Anruf eine kompakte Zusammenfassung des bisherigen Kontaktverlaufs und drei bis vier vorgeschlagene Gesprächsanker. Das eigentliche Gespräch führt er frei und passt es an die Reaktionen des Gegenübers an. Starre Leitfäden, die Wort für Wort abgelesen werden, erzeugen genau den robotischen Eindruck, den es zu vermeiden gilt.
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